Coronakrise

Deine Psyche in der Coronakrise

Deine Psyche in der Coronakrise

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf die Psyche

Die Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf unsere Psyche, da wir eine Situation verarbeiten müssen, die absolut neu ist.

Die soziale Distanz und Ausgangsbeschränkungen sind (für die allermeisten) eine noch nie dagewesene Erfahrung, die unsere Seele erstmal einordnen muss.

Es gibt viele Tipps, was man tun soll: nicht in Panik geraten, sich mit putzen, spielen, musizieren, malen oder aufräumen beschäftigen usw. Homeoffice wird als Vorteil dargestellt, der es aber nicht immer ist.

Vielleicht merkst du, dass du angespannt, nervös oder gereizt bist und dir diese Tipps wenig helfen.

Dieser Artikel soll dir helfen, dich besser zu verstehen. Denn sobald wir wissen, was in uns vorgeht, finden wir auch Lösungen, die zu uns passen.

Im Anschluss zeige ich dir noch eine Körperübung: „Achtsames Selbstgespräch„.

Wie wirken die Corona-Vorschriften auf die Psyche?

Martina (Name geändert) arbeitet ab heute im Homeoffice. Obwohl sie froh ist, dass sie nicht mehr mit der S-Bahn fahren muss, ist sie gereizt und nervös. 

Sie hat keinen Schreibtisch, der PC steht jetzt auf dem Küchentisch in der Miniküche, die Katzen springen über die Tastatur, der Abwasch steht in Sichtweite und ihre Mutter ruft sie 3 Mal am Tag an, um zu fragen, ob sie was braucht.

Die KundInnen, die Martina online betreuen muss sind aufgeregt und teilweise unverschämt. Das Programm läuft nicht störungsfrei.

Abends schaut sie Nachrichten und als sie nach einer Stunde abschaltet, wandert sie durch die dunkle Wohnung und kann nichts mit sich anfangen. Immer wieder checkt sie die Live-Ticker-Meldungen, WhatsApp-Nachrichten und Facebook. Wie geht es den anderen, was machen sie?

Später, im Bett, fällt ihr ein, dass sie viel zu wenig gegessen hat und ärgert sich, dass sie den Roman nicht lesen konnte, der doch so interessant klang. Sie fällt in einen unruhigen Schlaf.

Die Mehrheit der Menschen hat verstanden, dass körperlicher Abstand jetzt wichtig ist, um die Ausbreitung der Viren zu verlangsamen. Wir sehen es ein, wissen, dass wir damit Leben retten und halten uns daher für vernünftig und merken dann doch, dass es gar nicht so einfach ist.

Was macht uns jetzt zu schaffen?

Tägliche Routinen entfallen

Wahrscheinlich ist dir gar nicht klar, wie du üblicherweise dein Leben meisterst. Und wie gut du das eigentlich immer machst.

Vielleicht hast du schon oft gedacht, dass du nicht genug auf die Reihe bekommst und viel besser organisiert sein solltest. 

Das ist aber gar nicht wahr. Du hast enorm viele Routinen, die dir durch den Tag helfen, auch wenn du sie nicht magst und du öfter in Zeitdruck kommst.

Wir alle haben Routinen, die jeden Tag ablaufen:

  • Aufstehen, Bad, Anziehen, Essen, das Haus verlassen, Haushalt, Einkaufen, Arbeit, Freizeit – egal in welcher Reihenfolge du das normalerweise machst, du tust es auf eine bestimmt Art und Weise.

Wir Menschen schaffen ständig ganz automatisch Routinen, weil das unser Gehirn und unsere Psyche entlastet. 

Mit Routinen brauchen wir weniger Energie und können unser Gehirn und unsere Emotionen für den Rest einsetzen, der nicht mit Automatismen geregelt werden kann.

Diese Routinen sind jetzt durch die Vorschriften der Regierungen gestört worden:

  • Wir sollten so wenig wie möglich aus dem Haus gehen, und wenn, dann allein oder nur zu zweit
  • Arbeit muss anders organisiert werden
  • Wir sind länger mit der Familie zusammen und/oder sehen weniger Menschen
  • Einkaufen wird zum Stress, weil er geplant werden muss und die Meldungen und Erfahrungen, dass Produkte fehlen, zusätzlich für Anspannung sorgen.
  • Bestimmte Orte dürfen wir gar nicht mehr aufsuchen, wie Frisör, Sporteinrichtungen, Restaurants, Kino usw.
  • Wir müssen unseren Körper anders kontrollieren
  • Freiheiten der Wahl sind eingeschränkt
  • die beiden letzten Punkte verändern unser Selbstgefühlt

Du kannst dir das in deinem Inneren so vorstellen:

Normalerweise wickelt sich in dir eine Schnur ab, die meistens glatt durch deinen Tag läuft.

Was passiert in dir, wenn sich der routinemäßige Ablauf ändert?

Erste Bewältigung der Corona-Vorschriften

Nach der Verkündung am Sonntag, dass wir Abstand halten müssen, zuhause bleiben und Homeoffice machen sollen, konnten wir den ersten Schreck damit kompensieren, dass wir in ein Ausnahmetag-Gefühl gefallen sind.

Wir kennen die langweiligen Feiertage, an denen das soziale Leben viel langsamer verläuft. Wir kennen es, dass wir krank sind und ein wenig kürzer treten sollen. Wir kennen Ferien, in denen die Kinder da sind und sich langweilen.

Wie wir uns an diesen Tagen verhalten, wissen wir. Das sind die ersten Bewältigungsstrategien, auf die wir zurückgreifen können und damit kommen wir ein paar Tage klar. 

Aber dann wirkt das nicht mehr richtig. Wir wissen, dass es keine Ferien- oder Feiertage sind. Wir sind nicht krank und außerdem hören wir, was draußen in der Welt passiert.

Die Coronakrise bewältigen mit neuen Automatismen

Wenn du dir klar machst, dass dein Gehirn und deine Emotionsverarbeitungen im Hintergrund gerade auf Hochtouren laufen, kannst du die Krisensituation besser bewältigen.

  • Erwarte nicht von dir, dass du alles sofort perfekt organisiert bekommst.
  • Lass dir Zeit zum Ausprobieren, welche Abläufe jetzt zu dir passen. 
  • Probiere einen Ablauf aus, z.B. wo du zum Arbeiten sitzt, wie du deinen Tag gestaltest usw. und überdenke es am nächsten Tag. Entscheide dann, was du verändern könntest.
  • Hab Geduld mit dir. Du wirst eine neue Routine entwickeln, ganz automatisch und dann läuft es leichter.
  • Rechne damit, dass du dich jetzt nicht so gut konzentrieren kannst und plane ausreichend Pausen ein.
  • Sei geduldig mit anderen, sie kämpfen auch gerade um ihr inneres und äußeres Gleichgewicht.

Anerkenne, was du gerade leistest

Wir alle erleben jetzt einen Ausnahmezustand für den wir wenig Erfahrungswerte besitzen.

Anerkenne, dass du gerade dabei bist, eine Ausnahmesituation zu bewältigen. 

Anerkennen heißt, wahrnehmen, was man getan hat, ohne es zu bewerten.

Schau dir an, was du die letzten Tage bewältigen musstest und bewerte es nicht, ob es gut, sehr gut oder nicht so gut geklappt hat.

Dein Inneres braucht es, dass du würdigst, mit was es gerade klar kommen muss. 

  • Du hast Termine abgesagt und verschoben
  • Entscheidungen getroffen, die wichtig und schwierig waren
  • Die informiert und versorgt mit allem, was du brauchst
  • Deinen Tag, deine Woche, die nächsten Monate überdacht und Veränderung eingeleitet.
  • Abläufe geändert
  • Organisiert und geplant

Tipp: Schreibe auf, was du alles bewältigt hast, ohne es zu bewerten. Lob dich dafür!

Tief durchatmen in der Coronakrise

Tief durchatmen hilft wirklich!

Bei jedem Atemzug, der tief bis in den Bauch hinein geht (lass zu dass der Bauch sich dabei weitet), reduzieren sich die Stresshormone in deinem Blut.

Du bekommst mehr Sauerstoff ins Gehirn und kannst wieder klarer denken.

Mit dem Atmen beruhigen sich die Gefühle und Entscheidungen werden nicht aus Panik getroffen.

Die Mitte nicht verlieren

Ich weiß, dass viele Menschen jetzt auf unterschiedliche Arten sehr herausgefordert sind.

Selbst wenn wir ganz vernünftig sind und uns richtig verhalten, macht das was mit unserer Seele.

Die Gefühle sind da und wenn du dir immer wieder einen Moment Aufmerksamkeit schenkst und liebevoll mit dir umgehst, kannst du die schwierigste Situation besser bewältigen.

Es ist KEIN Egoismus, wenn du jetzt zuerst an dich denkst. Es ist deine wichtigste Aufgabe, jetzt gut für dich zu sorgen.

Wir müssen vielleicht wochenlang mit einer veränderten Situation zurecht kommen und brauchen dafür gute Nerven und einen Körper, der dem Stress standhalten kann.

Sorge gut für dich!

Erst wenn du wieder ruhiger bist, kann du dich wirklich gut um andere kümmern.

Deshalb gönne dir Auszeiten, habe Geduld mit dir und schalte deine Erwartungen herunter.

Dann wirst du alles gut und richtig machen können, davon bin ich überzeugt.

Körperfrohe und starke Grüße

Elke Weigel

Für Beratungstermine auch online oder über Telefon bin ich gerne für dich da.

Weiterlesen: Alles für deine stabile Psyche in der Coronakrise

Übung: Achtsames Selbstgespräch“ Stark bleiben in belastenden Situationen. Selbstfürsorge die tief wirkt.

Tägliche Unterstützung

Lerne dich genau kennen:

Wenn du oft im Stress bist und das Gefühl hast, es ist immer viel zu viel zu tun, dann  übergehst du leicht deine Körpersignale.

Wenn du öfter gereizt bist und unzufrieden, kann es daran liegen, dass du zu wenig auf deine Körpersignale gehört hast.

Wenn du dich langweilst, sobald du nichts mehr zu tun hast und unruhig wirst, weil du denkst, die anderen haben ein viel spannenderes Leben, dann merkst du vielleicht nicht, was du gerade wirklich brauchst. 

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Ich freue mich natürlich auch immer sehr über Rückmeldungen, wenn dir der Artikel gefallen hat!

Herzliche Grüße

Elke Weigel

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