Essen – Gewicht – Schönheit: Welcher Typ bist du?

Entdecke, welcher Essenstyp du bist und welche tiefen Überzeugungen damit zusammenhängen.

Wir alle müssen essen, um leben zu können. Vieles kann man im Leben weglassen, das Essen allerdings nicht. Und wenn wir nicht sorgsam mit uns umgehen, kann das fatale Folgen haben.

Essen ist nicht nur Ernährung, essen hat auch viel mit Gefühlen und dem eigenen Lebensgefühl zutun. Es ist außerdem eng verknüpft mit unserem Aussehen. Und Schönheit ist für die meisten Menschen enorm wichtig.

In welcher Typenbeschreibung findest du dich wieder?

Die Generälin

  • Sie hat in erster Linie Angst vor dem Zunehmen. Egal, welches Gewicht sie tatsächlich hat, sie malt sich ständig aus, dass sie dick werden könnte. Dabei hat sie nur eine vage Vorstellung davon, was ein realistisches Gewicht für ihre Größe und ihr Alter ist. Hauptsache es ändert sich nichts, kombiniert mit lieber-ein-wenig-abnehmen ist ihre Grundhaltung.
  • Sie ist äußerst empfänglich für Meldungen in den Medien. Sie list Artikel zum Abnehmen, Gewichtskontrolle, Gefahren von bestimmten Nahrungsmitteln und glaubt, dass Aussehen alles bedeutet.
  • Schlanksein ist das Wichtigste und sie hat folgende Überzeugungen:
  • Gutes Aussehen ist für sie verbunden mit einem bestimmten Gewicht.
  • Eine Partnerschaft ist nur möglich mit einer guten Figur.
  • Sie ist überzeugt davon, dass alle anderen sie ständig beurteilen und dabei ein negatives Ergebnis herauskommt.
  • Ihre tägliche Laune hängt davon ab, wie sie aussieht. Dabei hält die gute Laune selten länger an, denn sie schafft es kaum, ihre Katastrophengedanken abzustellen.
  • Ihre innnere Stimme sagt: „Streng dich an.“ „Das geht noch besser.“ „Lass dich nur nicht gehen.“
  • Es fehlt ihr die innere Sicherheit und sie kann Essen nicht genießen.
  • Sie neigt zu strengen Regeln, die ihr Essverhalten dominieren. Am liebsten würden sie immer zu gleichen Zeit das Gleiche in der gleichen Menge essen.
  • Sie hat eine bestimmte Vorstellung davon, was zu viel ist und reagiert sofort mit Gegenmaßnahmen, falls ihr (in ihren Augen) ein Ausrutscher passiert ist.
  • Eigentlich weiß sie nicht mehr, was eine normale Essensmenge ist.

Frau Vielmehr

  • Sie ist genußsüchtig und liebt Belohnungen aller Art, dazu gehört auch das Essen. Sie gönnt sich gerne etwas. Eine innere Stimme sagt ihr: „Das habe ich mir verdient, ich habe so viel ertragen und gearbeitet.“
  • Obwohl Genuß ihr Leitmotiv ist, erhält sie oft eine Beziehung aufrecht, die sie zu vielen Kompromissen zwingt, arbeitet in einem Job, der sie unzufrieden macht und fühlt sich zu vielen Hilfsleistungen verpflichtet.
  • So entsteht ein Teufelskreis aus Belohnung und Entbehrung.
  • Sie ist nicht in der Lage zu spüren, was sie wirklich braucht. Aufgrund einer ständigen Überbelastung kommt sie selten zu sich und kennt nur kurzfristige, schnelle Lösungen: Essen zur Belohnung oder Crash-Diäten.
  • Sie hat oft einen impulsiven Charakter und wechselt abrupt zwischen zwei extremen Haltungen. „Alles egal, ich genieße“ und „Jetzt ändere ich mein Leben“.

Frau Ichnicht

  • Sie ist grundsätzlich gegen alles was mit Schönheit verbunden ist. Die Vorstellung, sie könnte gut aussehen, bereitet ihr unbehagen. Manche von ihnen hat ein Problem mit dem Gewicht, will sich aber nicht damit auseinandersetzen.
  • Ihre innere Stimme sagt: „Schönheit ist ein Fluch.“ „Du bist schrecklich.“ „Du hast es nicht verdient.“
  • Sie vernachlässigt sich und achtet niemals auf ihre Ernährung. Fast-food und Fertiggerichte reichen aus. Hauptsache man ist satt. Sie schadt sich mit der Art, wie sie mit sich umgeht.
  • Alle anderen, die auf Ernährung und Aussehen wert legen, verachtet sie.
  • Sie hat eine große Angst davor gesehen zu werden, sie wäre am liebsten unsichtbar. Meist ist sie eher schüchtern und unsicher. Manchmal ist sie ist aber auch übertrieben laut und rücksichtslos, doch dahinter verbirgt sich Selbsthass.
  • Sie mag ihren Körper nicht und gönnt ihm auch nichts Gutes. Manchmal steckt dahinter traumatische Erfahrungen oder psychische Erkrankungen (Depressionen z.B.).

Miss Perfect

  • Sie macht alles richtig. Sie hat kein Gewichtsproblem, isst gesund und macht regelmäßig Sport.
  • Sie weiß immer, wie viele Nährwerte das hat, was sie zu sich nimmt, sie kennt ihr Gewicht genau und hält strikt an ihrem Übungsprogramm fest.
  • Ihr Tagesablauf und ihre Woche ist davon bestimmt, wann sie sich um ihr Aussehen kümmert. Termine im Fittness-Center, bei der Kosmetikerin ect. sind fix.
  • Sie ist besesssen davon gut auszusehen und versteckt das hinter der Begründung, sie wären besorgt um ihre Gesundheit. Sie hat keine Freude daran, so viele Sporttermine wahrzunehmen, aber das würde sie nie zugeben. Sie genießt weder das Kochen noch das Essen.
  • Dahinter steckt eine große Angst, hässlich zu sein. Sie glaubt, dass sie nicht mehr geliebt werden würde, wenn sie nicht immer top gestylt wäre. Sie gibt viel Geld für Kleidung, Friseur und Kosmetika aus.
  • Sie glaubt, ihr Ausehen sei ihr einzigstes Kapital.
  • Ihre innere Stimme sagt: „Du bist nichts wert.“
  • Sie ist ständig besorgt, wie sie auf andere wirkt und beobachtet die Reaktionen der anderen. Sie sucht Anerkennung und Liebe.
  • Wenn sie zur Ruhe kommt, taucht eine große Traurigkeit auf. Sie weiß nicht, wer sie wirklich ist und weiß auch nicht, was sie wirklich will. Es pagt sie eine unbestimmte Sehnsucht nach Erfüllung.

Susi Sorglos

  • Sie kennt sich mit Ernährung nicht aus, isst, worauf sie Lust hat und lässt sich von allem verführen, was ihr begegnet, ob beim Einkaufen, durch die Werbung und die Speisekarte im Restaurant.
  • Sie macht spontan etwas mit, was in den Medien propagiert wird oder ihr eine Freundin empfiehlt. Sie beginnt den neuesten Ernährungstrend mit Begeisterung.
  • Da es ihr aber nicht wichtig ist, etwas Bestimmtes zu erreichen, hört sie auch schnell wieder damit auf und es sammeln sich in ihrer Küche Rest von Lebensmitteln, die irgendwann abgelaufen sind.
  • Da sie auf Sonderangebote und andere Attraktionen im Supermarkt genauso spontan reagiert, ist sie manchmal übergewichtig.
  • Sie kann sich nicht konzentrieren und hat keine Vorstellung davon, was ihr wichtig ist, deswegen wechselt sie immer mal wieder ab. Im Grunde bleibt sie aber bei dem, was sie schon immer gemacht hat. Unreflektiert, ob es gut oder schlecht ist.
  • Ihre innere Stimme sagt: „Sei überall beliebt.“ „Du musst dazugehören.“
  • Da sie aber nicht weiß, wo sie dazu gehört, wird sie planlos umhergetrieben.
  • Es fehlt: Der Fokus, was wichtig ist für sie. Sich selber wichtig nehmen. Innehalten und spüren lernen, was man braucht und will.

Übermama

  • „Nur die anderen, nicht ich.“ Das ist das Leitmotiv dieses Typs. Sie kümmert sich lieber um andere als um sich selber. Sie steckt Zeit und Energie in Aktivitäten, die anderen zugute kommen, Familienmitgliedern und Freunden
  • Sie glaubt, dass sie auch viel zurückbekommt, wenn sie viel für andere tun. Sie ist für andere ein Segen, doch sie selber kommen dabei zu kurz.
  • Ihre innere Stimme sagt: „Nimm dich nicht so wichtig.“
  • Sie kocht aufwändig, manchmal sogar für mehere Personen etwas anderes, weil diese das angeblich unbedingt brauchen. Was sie selber bräuchte, wieß sie allerdings nicht.
  • So kann es sein, dass sie selbst nicht das isst, was ihr gut tut und sie unzufrieden ist mit ihrem Gewicht und ihrem Aussehen.
  • Allerdings unternimmt sie nichts dagegen, weil sie keine Zeit hat,  sich um sich zu kümmern. Sie ignoriert kleine Beschwerden und das Gefühl, dass sie nicht ihr eigenes Leben lebt, wird verdrängt.
  • Sich um sich selbst zu kümmern empfindet sie als selbstsüchtig und merkt nicht, dass sie sich selbst vernachlässigt.

Was tun?

Je mehr Übereinstimmungen du mit einem der beschriebenen Typen bei dir findest, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du zu Extremen neigst.

Extreme sind niemals gut und keine Lösung.

Äußere Regeln sind nicht sinnvoll.

Essensregeln tragen nicht dazu bei, ein gesundes Essverhalten zu entwickeln. Im Gegenteil, sie führen dazu, dass die Regel wichtiger ist als das eigene Empfinden.

Die Gefahr besteht, dass man das Gefühl zum eigenen Körper verliert.

Schönheitsdoktrine müssen hinterfragt werden. Medien und Werbung arbeiten mit Emotionen, sie wollen, dass wir uns schlecht fühlen, damit wir anschließend bestimmte Dinge kaufen. Deswegen sind die wenigsten Meldungen wahr, was das ideale Körpergewicht oder das ideale Essverhalten betrifft.

Abhängigkeit von der Anerkennung anderer ist auch fatal, denn sie führt dazu, dass man sich selbst vernachlässigt. Die Eigenliebe kommt zu kurz und es entsteht ein Teufelskreis aus: „Noch mehr dafür tun, dass andere mich mögen und anerkennen“ und dem Gefühl, nichts wert zu sein.

In schweren Fällen ist es sogar so, dass man gar nicht mehr spüren kann, was der Körper meldet, und wenn man lange nicht auf den Körper gehört hat, dann sendet dieser auch weniger Signale aus, was er braucht.

Die Folge ist eine Körperschemastörung.

Die gute Nachricht

Sobald man wieder anfängt, hinzuspüren, was der Körper will, beginnt er auch wieder Signale zu senden.

Der Körper ist wie ein eigenes Wesen, er ist verbunden mit unseren Gefühlen und unserem Unbewussen. Er ist sehr stark und will uns nur Gutes tun.

Der Körper nimmt uns auch jahrelanges Vernachlässigen nicht übel. Er ist nicht beleidigt und sabotiert unsere Gesundheit. Er ist vielleicht eine zeitlang verwirrt, aber dann wird er mithelfen, ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln. Wir müssen lernen, die Regeln und kontrollierenden Gedanken weniger wichtig zu nehmen.

Stattdessen ist es sinnvoll zu lernen, dem Körper zu vertauen.

Kein Körper will immer Schokolade essen, genauso wenig immer nur Gemüse. Er weiß, was er braucht und sendet die Signale. Darauf können wir uns verlassen.

Wenn du allerdings Angst bekommst und extremes Unter- oder Übergewicht hast, brauchst du professionelle Unterstützung.

Die Unsiversität Hohenheim bietet einen BMI Rechner an, der das Alter berücksichtigt. Alles andere halte ich für gefährlich, eine Frau mit 30 oder 50 Jahren kann nicht genauso viel wiegen wie eine 17 jährige, so ein Ideal erzeugt nur ein gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper.

Noch wichtiger als den BMI finde ich allerdings, ein glückliches und zufriedenes Gefühl und das kannst du schneller erreichen, wenn du dich von überzogenen Idealen befreist.


Selbstbewusstsein und Glücklichsein entstehen nicht durch ein Idealgewicht oder eine innere geistige Haltung, sondern durch einen positiven Kontakt zum eigenen Körper.


 

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