Mit dieser Schreibübung kannst du erleben, dass deine Gedanken nicht sortiert sein müssen, um dir Halt zu geben.

Viel wichtiger ist es, Gefühle und Gedanken in Einklang zu bringen. Das geschieht bei dieser Übung.

Schreibe nun drauflos und beginne mit: „Wenn alles leicht und mühelos …“

Schreibe immer weiter, was dir in den Sinn kommt.

 

Du wirst merken, das Schreiben wird mit jeder Zeile fließender, freier und mutiger.

Es muss nicht logisch sein. 

Du kannst dich wiederholen, verschreiben oder Sätze unvollständig lassen.

Bei dieser Art zu schreiben entsteht Raum für Unerwartetes und Klarheit.

Wenn die Seite voll ist, schreibe in die Zwischenräume.

Je dichter das Wortgewebe wird, desto freier fühlt sich das Schreiben an. 

Weil es niemand mehr lesen kann, entsteht Freiheit. 

Gedanken dürfen auftauchen, die sonst eher weggeschoben werden.

Fülle die Fläche weiter aus, bis über die Ränder hinaus, nach allen Seiten.

Schreibe weiter, bis du merkst, jetzt ist es genug.

Zum Ablösen föne die Klebestreifen etwa 10 Sekunden an, dann lassen sie sich leicht abziehen.

Radiere anschließend die Bleistiftlinien weg.

Gebe deinem Bild zum Schluss einen Titel:

– Gedankenschlaufen

– Gedankenstricken

– Wörtergewebe

Was passt zu deinem Bild?

 

Wenn du die Übung mehrmals machst, sieht jedes Wortgewebe anders aus, weil du in einer anderen Stimmung bist.

Die psychologische Wirkung der Übung

Mit dieser Übung kannst du:

– runterkommen

– den Tag abschließen

– Grübeln beenden

– schlechte Gedanken loswerden

– aussprechen, was keiner hören soll

– dir klar werden, was dir wichtig ist

– Gedankenexperimente machen

Du wirst merken, dass es gar nicht so wichtig ist, dass man jeden Gedanken so aufschreibt, dass man es immer wieder lesen kann.

Viel wichtiger ist es, dass du deine Gefühle mit deinen Gedanken in Einklang bringst. 

Und das geschieht über freies, unzensiertes Schreiben. 

Ich wünsche dir eine schreibkreative Auszeit!