Schnuppertag 4: Der ungeliebte Körperbereich

Heute kommen wir auf der Forschungsreise zu einer ganz bestimmten Stelle. Die Körperstelle, die du an dir nicht magst. Wir erforschen sie ab jetzt genauer, damit du möglichst viel über sie herausfinden kannst.

Welches ist dein ungeliebter Körperteil für diese Forschungsreise?

Benenne ihn genau und schreibe es in dein Tagebuch.

Zum Beispiel: „Ich will meine Beine erkunden.“

oder:

„Ich will meinen Bauch erforschen.“

Beschäftige dich bitte für den Rest der Forschungsreise nur mit einem Bereich, den du nicht magst.

Die Wirkung und Veränderungsmöglichkeiten sind größer, wenn du nicht zwischen verschiedenen Körperteilen wechselst. Falls du mehrere Bereiche nicht gut findest, kannst du sie in einer weiteren KörperReich Reise erkunden. Aber erst ganz am Ende! Es kann nämlich sein, dass sich das eine oder andere Problem ganz nebenbei mit erledigt.

Du hast versucht, einen problematischen Bereich deines Körpers unsichtbar werden zu lassen

Niemand sollte ihn sehen. Wie hast du das gemacht?
Schreibe konkrete Beispiele dazu auf.

Verstecken mit Kleidung (Beispiele: weite oder lange Kleidung, bestimmte Muster, Kleidungsstücke vermieden)

Körperhaltung, die du eingenommen hat, um den Bereich zu verbergen:
Im Stehen, Sitzen, Liegen, beim Gehen, Tanzen, etc.

Was hast du nicht getan, weil dieser Körperbereich dich daran gehindert hat?
(bestimmte Treffen oder Ereignisse vermieden, Sauna, Schwimmbad etc.)

Maßnahmen, die du unternommen hast, um den Bereich zu verändern (Sport, Massagen, Cremes, Diät etc.)

Markiere die eine ungeliebte Körperstelle

Wo ist die problematische Stelle? Markiere sie auf dem Ausdruck oder skizziere selber einen Körperumriss.

Skizziere die problematische Stelle, ohne den Rest des Körpers

Beispiel

Wähle jetzt spontan eine neutrale oder deine schönste Körperregion aus

Welche ist es? Benenne sie konkret.

Welches Gefühl hast du dazu?

Zeigst du sie? Wie?

Schmückst du sie? Wie?

Berühre diese Körperstelle. Wie fühlt sie sich an?

Skizziere auf einem Extrablatt die schönste oder neutrale Körperstelle und bemale sie mit schönen Farben und Mustern

Wähle danach 2-3 Lieblingsfarben aus und bemale nun auch noch die Skizze des ungeliebten Körperteils mit schönen Mustern und Zeichen, die du gerne magst

 

Denke noch einmal kurz an deine Antworten und deine Zeichnungen.

Beantworte in Stichworten folgende Fragen:

Was hast du erlebt?

Was hat dich berührt?

Was hat dich überrascht?

Was macht dich neugierig?

Welcher wichtige Gedanke über deine geliebten und ungeliebten Körperstellen ist aufgetaucht?

Halte ihn jetzt spontan in deinem Reisetagbuch fest.

Anna: „Es war traurig zu erkennen, wie viel ich doch tue, um kein gutes Verhältnis mit meinem Bauch zu haben. Es tat gut, die ungeliebt Stelle so schön zu verzieren. Ich habe es genossen und den Bauch zumindest auf dem Bild liebevoll angeschaut. Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben!“

Nele: „Ich war überrascht, wie lange ich gebraucht habe, einen geliebten Körperbereich zu finden. Erschreckend, mit wie viel Kritik ich mich ansehe. Aber dann war es sehr angenehm, mich damit zu beschäftigen.“

Alina: „Meine Erkenntnis: Ich will alles an mir lieben können und mich nicht mit Kritik verfolgen!“

Marion Warum ist das Gefühl so komisch, wenn ich den schwiergen Körperbereich anmale? Ich male eigentlich nur auf einem Papier, wie davor auch. -> Meine Antwort dazu: Du hast ganz sensibel wahrgenommen, wie unser Unbewusstes funktioniert! Danke für deine Frage! Wenn du dir dein Unbewusstes wie ein kleines Wesen vorstellst, das in deinem Köper wohnt, ein Wesen, das noch keine wörtliche Sprache kennt, sondern nur über Symbole, Zeichen und Gefühle kommunizieren kann, dann wird verständlich, was hier passiert, wenn du malst und ein komisches Gefühl bekommst: Das innere Körperwesen hat zu dir gesprochen. Es hat die Möglichkeit genutzt, dass du ihm ein Bild vom Körper und Farben zur Verfügung gestellt hast. Es hat dir mitgeteilt, dass es sich unwohl fühlt. Vielleicht warst du ein wenig traurig oder hast dich bekommen gefühlt? Es ist eine Botschaft und sie wird im Lauf der Entdeckungsreise noch deutlicher werden. Das innere Körperwesen will mit dir sprechen und fühlt sich jetzt angenommen und gesehen. Ein wichtiger erster Schritt. Es fühlt sich noch nicht toll an, aber du warst sehr mutig und hast zugelassen, was da war. Das hast du sehr gut gemacht. Es ist nicht immer angenehm. Aber über die Entdeckungsreise kannst du lernen, wie du mit diesen unangenehmen Gefühlen umgehen kannst. Der erste wichtige Schritt ist getan: Du hast es wahrgenommen, zugelassen, nicht wegrationalisiert oder weggedrückt, sondern ihm einen Ausdruck gegeben.