Diagnostik und Testung Autismus, AD(H)S, AuDHS

Diagnostik und Testung Autismus, AD(H)S und AuDHS

»Du wirkst gar nicht, als wärst du autistisch.«

»Du kannst doch Blickkontakt halten.«

Diese und ähnliche Sätze hast du sicher schon gehört, wenn du erzählt hast, dass du dich  mit der Frage beschäftigst, ob du vielleicht autistisch sein könntest.

Mit der Frage nach ADHS wird es noch verwirrender.

»Du zappelst doch nicht!«

»Deine Noten waren doch immer gut!«

Und falls eine Kombination von beiden Diagnosen vorliegt, AuDHS, wird die innere Befindlichkeit nach außen fast unsichtbar und man sagt zu dir:

»Du bist doch gut organisiert und erfolgreich.«

Und als Krönung verunsichert die Aussage, dass Autismus und AD(H)S wohl gerade Modeerscheinungen sind.

»Vermutlich bist du einfach nur überempfindlich!«

Solche Aussagen verunsichern. Wenn du nach außen hin unauffällig funktionierst, glaubst du am Ende vielleicht selbst, dass der ständige Stress, die Erschöpfung oder die Probleme mit dem eigenen Körper nur Einbildung sind.

Das ist es nicht. Du funktionierst die meiste Zeit perfekt – mit einem Gehirn, das neurodivergent ist.

Was bedeutet neurodivergent?

Bei den meisten Menschen filtert der Kopf im Alltag das meiste weg – Geräusche, das Summen der Lampe, die vielen Zwischentöne in einem Gespräch oder das Etikett, das im Nacken kratzt.

Bei einem neurodivergenten Gehirn ist dieser Filter von Geburt an dünner oder funktioniert etwas anders. Alles strömt intensiver und direkter auf dich ein.

Bei Autismus bedeutet das: Du nimmst jede Veränderung, jedes Detail und jede Stimmung im Raum ungefiltert wahr. In dieser Menge an Reizen ist es für dich schwer, herauszufinden, was davon wichtig und was unwichtig ist, was jemand von dir erwartet oder was man in bestimmten Situationen sagen oder tun muss. Um im Alltag nicht anzuecken, versuchst du schon als kleines Mädchen, alles richtig zu machen. Dieser Versuch kostet sehr viel Kraft, was dir aber gar nicht auffällt, da du es ja nicht anders kennst.

Bei AD(H)S bedeutet das: In deinem Kopf herrscht ein ständiger Sturm aus tausend Ideen, Impulsen und Gefühlen parallel. Gleichzeitig fehlt dir die Bremse, um diese Gedankenflut einfach mal abzuschalten. Du kennst es gar nicht, wie es ist, wenn im Kopf einfach mal Ruhe herrscht. Der Alltag mit seinen Pflichten kann dich innerlich blockieren, sodass einfache Dinge, wie ein riesiger Berg wirken.

Neurodiversität bedeutet also: Dein Gehirn und dein Nervensystem ticken von Natur aus anders als bei der breiten Masse. Du bist nicht „falsch“, nicht „zu zimperlich“ und nicht „beziehungsunfähig“. Du erlebst die Welt nur mit einer viel höheren Intensität. Und der ständige Versuch, ganz normal zu funktionieren, erschöpft und belastet.

Ein neurodivergentes Gehirn bereitet jedoch nicht nur Probleme. Welche Besonderheiten du erlebst, beschreibe ich hier:

Das unsichtbare Netzwerk: Neurodiversität, Essstörungen und Trauma

  • Dass Mädchen und Frauen unbewusst andere Wege finden, mit ihrer Neurodivergenz umzugehen, weiß die Forschung erst seit relativ kurzer Zeit.
  • Mädchen fallen viel weniger auf, weil sie unbewusst lernen, wie sie sich verhalten müssen. Aber diese permanente, große Anpassungsleistung des Gehirns ist unglaublich anstrengend.
  • Essstörungen und tief sitzende Körperschemastörungen sind in diesem Fall, verzweifelte Bewältigungsstrategien des Gehirns, um mit der Reizüberflutung umzugehen.

Als Spezialistin für die Behandlung von Essstörungen, Körperschemastörungen und Traumatherapie sehe ich diese Verbindung in meiner täglichen Praxis häufig.

Wenn das Nervensystem durch eine unerkannte Neurodiversität unter Dauerstress steht und gleichzeitig traumatische Erfahrungen verarbeiten muss, wird der eigene Körper oft zum einzigen Ort, an dem man noch vermeintliche Kontrolle ausüben kann.

Vieles, was bisher als „therapieresistente Magersucht“, „chronische Bulimie“ oder „komplexe Traumafolgestörung“ behandelt wurde, erscheint in einem völlig neuen Licht, wenn man die darunterliegende Neurodiversität versteht.

Diagnostik von Autismus und AD(H)S bringt Klarheit

Genau hier setzt meine spezialisierte Diagnostik an. Eine leitlinienorientierte Testung bei mir ist eine gute Basis, um endlich die Puzzleteile deines Lebens richtig zusammenzusetzen.

Wir klären in der Testung ab:

  • Liegt ein Autismus vor?
  • Handelt es sich um AD(H)S?
  • Oder ist es die Mischform, die man heute AuDHD nennt – bei der sich das Bedürfnis nach Klarheit (Autismus) und die Unruhe (ADHS) permanent ein inneres Tauziehen liefern?
  • Und wie genau spielen diese Faktoren mit deinen Erfahrungen aus Trauma, Essstörung oder Körperschemastörung zusammen?
  • Welche Medikamente könnten unterstützend wirken?

Diese Klarheit bringt die Erleichterung, die du verdienst

Eine präzise Diagnostik bringt dir die Gewissheit und die Argumente, die du brauchst. Gegenüber Ärzten, Arbeitgebern und deiner Familie.

Aber vor allem gegenüber deinem eigenen, oft viel zu harten inneren Kritiker. Der zermürbende Kampf gegen dich selbst kann endlich aufhören, weil du verstehst, wie du innerlich tickst.

Eine Testung gibt dir die Sicherheit zu wissen: „Ich bin nicht falsch. Mein Gehirn filtert die Welt einfach nur anders.“

In meiner Praxis erlebe ich, wie erleichternd eine Diagnose sein kann. Endlich verstehen die Frauen besser, wie ihr Gehirn funktioniert.

Diagnostik macht es einfacher, individuelle Lösungen für den Alltag zu finden

  • Du verstehst besser, wie dein Gehirn die Welt wahrnimmt
  • Du weißt, woher bestimmte Verhaltensweisen und Reaktionen kommen
  • Warum bestimmte Lebensmittel oder andere sinnliche Wahrnehmungen problematisch sein können
  • Wie man Kontakte knüpft und Beziehungen befriedigend führt
  • Wie man Stress bei der Arbeit managen kann
  • Wie die Haushaltsorganisation besser funktioniert
  • Wie Zeiteinteilung, Termine und Verabredungen besser klappen
  • Wie man sich wirklich gut erholen kann

Letztlich möchte ich Unterstützung geben, dass du sagen kannst:

»Das bin ich! Ich liebe mich so wie ich bin!«

»Ich stehe zu mir. Und ich weiß, wie ich mein Leben einrichten muss, damit es mir maximal gut geht.«

Das hast du verdient!

Diagnostik Autismus und AD(H)S

Ablauf:

  1. Schicke mir eine E-Mail mit einer Terminanfrage
  2. Wir vereinbaren die Termine und ich schicke dir einen Vertag mit allen Angaben, die du brauchst (Termine, Zahlungsmodalitäten, was du mitbringen musst)
  3. Überweise eine Bearbeitungsgebühr von 60 Euro, dann sind deine Termine für dich reserviert.
  4. Überweise das gesamte Honorar bis spätestens 3 Wochen vor dem ersten Termin. (Genauer Termin steht im Vertrag)

Testung Autismus und AD(H)S

  1. Vorgespräch und Anamnese: ca. 1 Stunde
  2. Testungen: Termine 1-2 Mal pro Woche 
  • Autismus: 2 x 2 Stunden, insgesamt 4 Stunden
  • AD(H)S: 2  Stunden
  • Kombination Autismus und AD(H)S: 3 x 2 Stunden, insgesamt 6 Stunden

3. Abschlussgespräch mit Befund und Diagnose: 1 Stunde

4. Danach erhältst du einen schriftlichen Bericht mit Befund und Diagnose.

Hinweis: Falls du Medikamente in Erwägung ziehst, z.B. bei AD(H)S, brauchst du anschließend einen Termin in einer Facharztpraxis für Psychiatrie, denn ich kann keine Medikamente verschreiben.

Honorare

 

  • Terminreservierung, Bearbeitungsgebühr: 60 Euro
  • AD(H)S-Diagnostik: 930, – €
  • Autismus-Diagnostik: 1340, – €

Zahlung:

Bearbeitungsgebühr für die Terminreservierung: direkt nach Terminvereinabarung und Vertrag

Honorar für die Testung: spätestens 21 Tage vor dem ersten Termin

Absagen sind bis 14 Tage vor dem ersten Termin ohne Angabe von Gründen möglich, dann wird dir das gesamte Honorar plus Bearbeitungsgebühr zurücküberwiesen.

Absagen ab 13 – 4 Tage vor dem ersten Termin: Bearbeitunsgebühr wird einbehalten, das Honorar für die Testung wird dir erstattet.

Absagen ab 3 Tage vor dem Termin, bei Abbruch der Testung und bei Nichterscheinen: das gesamte Honorar inclusive der Bearbeitungsgebühr wird einbehalten, da ich die Termine so kurzfristig nicht neu vergeben kann.