Warum kann ich nicht abnehmen?

Warum kann ich nicht abnehmen?

Denkst du, es liegt an deiner mangelnden Disziplin?

Oder an der falschen Ernährungsweise?

Ich sehe das anders. Zum Abnehmen brauchst du weder eine Diät, Ernährungsumstellung noch Disziplin. 

In diesem Artikel lernst du einen wichtigen Anteil in dir kennen, der zentral ist für dein Körpergewicht: Dein inneres Körperwesen.

Ich ärgere mich immer wieder, wenn ich lese, was alles versprochen wird: Mehr essen und weniger wiegen! Abnehmen ohne Hungern. 

Der Trick, zu dem geraten wird: Esse mehr Nahrungsmittel, die wenig Kalorien enthalten.

Aber das ist es eine Lüge, denn in der Summe, musst du weniger Kalorien essen, sonst nimmst du nicht ab. Punkt. Es führt kein Weg drumherum. Also wirst du in jedem Fall hungern, denn dein Körper lässt sich nicht täuschen. 

Es stimmt, man hat weniger schnell Hunger, wenn man mehr Salat oder Ähnliches isst. Man kann den Bauch mit Ballaststoffen füllen, damit ein Gefühl der Sättigung entsteht, aber auf Dauer funktioniert diese Methode auch nicht, denn dein Körper weiß genau, dass er weniger Kalorien bekommen hat und reagiert darauf.

Ich bin absolut dafür, dass man sich gesund ernährt und es stimmt auch, dass man dick wird, wenn man die ganze Zeit Fastfood oder Fertigprodukte zu sich nimmt. Man sollte nicht zu viel Zuckerhaltiges essen und fett- oder kalorienreduzierte Produkte meiden. Aber das ist auch schon alles, was an der ganzen Sache mit dem Abnehmen wahr ist.

Egal, was Diätenerfinder behaupten und Ernährungsumstellungen versprechen, eins ist klar: Zum Abnehmen musst du zwangsläufig weniger Kalorien essen, als du es üblicherweise tust. Du musst hungern, sonst klappt es nicht.

Das hast du schon versucht?

Warum klappt das Abnehmen nicht, obwohl du sich so anstrengst?

Wann Abnehmen gelingt

Dein Körper ist nicht nur eine Ansammlung von Muskeln, Knochen und Organen.

Ich möchte dir einen wichtigen Anteil deiner Person vorstellen, den du kennen musst: Dein inneres Körperwesen.

Stell dir vor, dass in deinem Inneren ein Körperwesen lebt. Es ist untrennbar mit dir verbunden.

Stell es dir wie ein kleines Tier vor. Eine neugeborene Katze oder ein Häschen.

Dieses Körperwesen kann nicht mit Worten sprechen. Es kommuniziert daher über Symbole, Gefühle und Körperempfindungen.

Das Körperwesen habe ich erfunden. Es ist, psychologisch und biologisch gesehen, die Verbindung zwischen deinem Körper und deinen Gefühlen.

Körper und Gefühle sind so eng miteinander verknüpft, dass man sie nicht voneinander trennen kann.

Es geht nicht! Das ist ein wichtiger Punkt, der dir klar sein muss. Nur wenn du das berücksichtigst, kannst du überhaupt abnehmen – und noch mehr: dich wohlfühlen.

 

Untrennbar verbunden, was soll das heißen?

Beantworte mir folgende Frage: „Wie fühlt sich der Stoff deiner Hose an?“

Was hast du gemacht, um diese Frage beantworten zu können? 

Du hast deine Hand über den Stoff bewegt. Das heißt, dein Körper kann nur etwas wahrnehmen, wenn du dich bewegst. Sobald du die Hand längere Zeit ruhig liegen lässt, verschwindet die Wahrnehmung des Stoffes. Du kannst ihn nicht mehr spüren.

Es geht sogar noch weiter. 

„Wie bewegst du dich, wenn du dich freust? Und wie, wenn du traurig bist?“

Da tauchen ganz unterschiedliche Bilder auf. Einmal schaust und umher, machst vielleicht einen Hüpfer oder bewegst Arme und Hände. Das andere Mal, senkst du den Kopf und schaust nicht mehr umher, sondern machst die Arme und Schultern eng, willst dich verkriechen.

„Wo im Körper spürst du die Freude? Wo die Traurigkeit?“

Freude spürt man im lachenden oder heiteren Gesicht, in der Leichtigkeit und Beschwingtheit. Traurigkeit in der Schwere in der Brust, der Enge im Hals und mit den Tränen, die aufsteigen.

Gefühle haben also etwas mit deinem Körper, genauer mit deinen Körperempfindungen zu tun. Anders gesagt:

Deine Körperempfindungen sind daran beteiligt, dass du Gefühle haben kannst. 

Halten wir also fest: Gefühle und Körperempfindungen sind untrennbar miteinander verbunden. Das ist dein inneres Körperwesen.

Was bedeutet das fürs Abnehmen?

Dazu ist es wieder hilfreich, sich das innere Körperwesen vorzustellen.

Wenn du weniger isst, um abzunehmen, versteht dein inneres Körperwesen nicht, was du da tust. Es registriert nur, dass es weniger zu essen bekommt als die Tage davor.

Es versteht nicht, was passiert. Es spürt nur, dass es weniger zu essen bekommt und das macht ihm Angst. Nicht ausreichend versorgt zu sein, bedeutet nämlich höchste Gefahr. 

Das innere Körperwesen fühlt sich nicht mehr sicher. 

Alarm! Das ist das Gefühl, das durch Hungern ausgelöst wird. 

Es spielt hierbei gar keine Rolle, ob du Tage (oder Wochen) davor eigentlich zu viel gegessen hast und du dir sagst, dass du mit weniger Kalorien sehr gut leben kannst. 

Es geht nur darum, dass du vorher üblicherweise mehr gegessen hast. Dann reagiert das innere Körperwesen nämlich sofort mit Panik.

Wenn du dir klar machst, dass das innere Körperwesen nicht begreift, was geschieht, dann verstehst du auch, warum die Reaktion so extrem ist. 

Dein Verstand sagt: „Ich habe doch nur eine Mahlzeit (oder den Zucker, oder etwas anders) weggelassen, das ist doch nicht schlimm.“ 

Für dein Körperwesen schon, denn es registriert nur: „Es gibt nicht mehr genug zu essen, es besteht die Gefahr, dass das so bleibt und dann muss ich sterben.“

Es kann nicht wissen, ob es morgen wieder was zu essen gibt. Egal, was dein Plan ist, es bekommt Angst, weil es deine Gedanken nicht kennt und nicht versteht.

Was du in diesen Momenten tun kannst, werde ich weiter unten erklären. Bleiben wir erstmal noch beim Abnehmversuch und den Reaktionen deines Körperwesens, weil es wichtig ist, das zu verstehen.

Körperliche und psychische Reaktionen aufs Abnehmen

Wie zeigt dir dein Körperwesen, dass es Angst hat?

Es kann dir keine Worte oder Gedanken schicken, diese Sprache beherrscht es ja nicht.

Du merkst es daran, dass du unruhig wirst, gereizt und dünnhäutig. Und du kannst nur noch ans Essen denken. Das sind Botschaften deines Körperwesens! 

Egal, was du dir jetzt einredest: „Es ist doch gut, dass ich abnehme“, „Ich will es doch so sehr“, es wird dich nicht beruhigen.

Es ist nämlich das Körperwesen, das mit diesen Gedanken nicht beruhigt werden kann.

Dein Körperwesen reagiert wie ein Mensch in höchster Gefahr

Was tut ein Mensch, der nicht alles hat, was er braucht? Der Angst hat zu sterben? Welche Gefühle bekommt er?

Er will kämpfen. 

Dein Körper tut es auch, er kämpft mit allen Mitteln darum, dass er das bekommt, was er braucht. Deswegen wirst du Heißhunger bekommen. Und in einem schwachen Moment, wenn du müde, gestresst oder enttäuscht bist, eine Essattacke. Das ist dann quasi der Überfall deines Körperwesens, das sich nicht anders zu helfen weiß.

Manche Menschen, die in Gefahr sind, bekommen Angst, werden depressiv und sind wie gelähmt. Das Körperwesen auch.

Du spürst es daran, dass du dünnhäutiger bist, gereizter oder sogar deprimiert. Du fühlst dich immer weniger attraktiv.

Seltsam, dabei machst du doch jetzt endlich was, um abzunehmen und gut auszusehen.

Warum fühlt man sich nicht sofort schöner, obwohl man doch abnimmt?

Solange du hungerst, erlebt dein Körperwesen Mangel.

Es fehlt dir vielleicht sogar tatsächlich Energie, weil das Hungern dich ein bisschen schwach gemacht hat.

Ein schwacher Körper kann sich nicht schön fühlen. Das passt nicht zusammen.

Körpergefühl und Schönheitsgefühl lassen sich nicht voneinander trennen.

Deswegen musst du dich stark und gesund fühlen, dann wirst du auch spüren, dass du schön bist.

Habe ich eine Körperschemastörung?

Aber ich muss abnehmen!

Du kannst dir nicht einreden, bzw. dem Körperwesen sagen, dass alles in Ordnung ist, wenn du weniger isst.

Das Körperwesen hört das gar nicht und selbst, wenn es das hören und verstehen könnte, würde es dir nicht glauben. Denn das Körperwesen ist ja nicht dumm, es merkt ja ganz genau, dass weniger Kalorien kommen. Es bleibt dabei, dass Gefahr besteht. 

Für das Körperwesen existieren folgende Argumente und Tatsachen nicht:

  • Dann werde ich attraktiv aussehen
  • Dann werde ich begehrt werden
  • Dann geht es mir gesundheitlich besser

Es will sich einfach nur sicher versorgt fühlen.

Für das Körperwesen gibt nur das Jetzt und keine Zukunft.

Wenn du meinst, du könntest besser abnehmen, wenn du dich ablenkst und einfach viel arbeitest, dann erschreckst du das Körperwesen noch mehr.

Zusätzlich bekommt es noch die Botschaft von dir: „Es geht dir zwar gerade nicht gut, weil du nicht genug zu essen hast, du kämpfst und hast Angst, aber das ist mir egal, du bist nicht wichtig. Andere Dinge sind wichtiger als du, diese Arbeit zum Beispiel.“

Und wenn du viel Sport machst, dann lautet die Botschaft: „Du hast zwar jetzt keine Kraft, weil dir Kalorien fehlen, aber das ist mir egal, stell dich nicht so an. Los, hopp, das geht schon.“

Das ist Gewalt gegen sich selber! Gewalt gegen dein Körperwesen.

Jetzt denkst du vielleicht, dass ich übertreibe, weil es ja schon Abnhemversuche gab, die eine ganze zeitlang gut funktioniert haben.

Du sagst: „Nur nach einer Weile eben nicht mehr. Ich ahne auch die Gründe …“

Aber das widerspricht meinem Ansatz nicht, im Gegenteil, das bestätigt ihn noch.

Sicherheitsgefühle helfen beim Abnehmen

Egal, ob du eine Abnehmkur, eine Ernährungsumstellung oder einer Diät planst, in dem Moment, in dem du beschließt, dass das jetzt die richtige Methode ist, fühlst du dich euphorisch, befreit und hoffnungsvoll.

Das wirkt auf dein Körperwesen und es fühlt sich gut. Welche Gedanken es waren, die Euphorie und Zuversicht ausgelöst haben, ist für das Körperwesen unwichtig. Es versteht sie ja sowieso nicht.

Alles geht gut, bis es merkt, dass ihm etwas fehlt. Dann kannst du denken, was du willst, es fühlt sich in Gefahr ist und deine Euphorie ist vorbei.

Dein Körper ist immer stärker als dein Verstand.

Manche Programme bieten Gruppen oder Klinikaufenthalte an, weil sie wissen, dass Menschen in der gleichen Situation unterstützend wirken. Du bekommst Zuwendung und Unterstützung, was dir ein gutes Gefühl macht. Das wiederum wirkt auf das Körperwesen positiv.

Deswegen sagen mir meine Klientinnen, dass das Abnehmen gut geklappte, solange sie in der Gruppe waren, solange sie an die Diät glaubten, solange sie den Anfangsschwung hatten. 

Aber leider hält das nicht ewig an. Es kommt der Moment in dem man allein zu Hause ist, einen schweren Tag hatte, Ärger, Stress.

Oder man hat das Wunschgewicht erreicht und will gerne wieder normal essen.

Das sind Momente, in denen das Körperwesen stärker ist als deine Vernunft und deine Pläne. Es wehrt sich. Denn jedes Mal, wenn du weniger isst, erlebt es das als langanhaltende Hungersnot. Sobald Essen zur Verfügung steht, fühlst du dich wie ferngesteuert, weil du plötzlich wieder falsch isst. Vielleicht schleichend, vielleicht in einem Heißhungeranfall. 

Seltsam, das Körperwesen gewöhnt sich einfach nicht an die neue Art zu essen.

Du kannst dich nach einem Essanfall wieder fangen und mit neuer Disziplin dein Essverhalten regulieren, aber der Kreislauf wird ewig so weitergehen, das ist sicher.

Sogar, wenn du gelernt hast, was gesundes und gutes Essen ist, sogar, wenn du dein Wunschgewicht erreicht hast.

Soll mich jetzt etwa ganz vom Abnehmen verabschieden?

Nein, es gibt einen Weg.

Da Hungern (und nichts anders ist jeder Abnehmversuch, egal wie klein er ist), das Körperwesen ängstigt, musst du dich in dieser Zeit intensiv um das Körperwesen kümmern.

„Ich koche ja was Gesundes, lasse mir Zeit beim Essen, mache Sport und geh in die Sauna zur Entspannung“, sagst du.

Das ist aber nicht gemeint. Das reicht dem Körperwesen nicht. Es braucht mehr von DIR.

Du musst dich um deine Gefühle kümmern! Mit Selbstliebe und Achtsamkeit.

Abnehmen klappt nur, wenn man sich mit ganz viel Selbstliebe umgeben kann. 

Dann muss man nicht einmal eine Diät einhalten, keine Kalorien zählen, nicht einmal darauf achten, was man isst. Man kann sogar abnehmen, ohne über das Essen nachzudenken.

Das glaubst du mir nicht?

Viele Menschen behandeln ihr Haustier besser als ihren Körper

Wenn du an das Körperwesen denkst, das leidet, ausrastet, Angst hat, sich in Lebensgefahr wähnt, dann wird es leichter verständlich, dass man nicht mit Disziplin und Regeln voran kommt.

Einem Häschen, das Angst vor der neue Umgebung hat, kannst du nichts erklären; anschreien funktioniert auch nicht. Du musst leise mit ihm sprechen, ihm das Gefühl der Sicherheit vermitteln. 

Genauso musst du mit dir selbst umgehen. 

Was heißt das konkret?

  • Wenn du eine Kleinigkeit pro Tag weglässt, sollten es nicht mehr als 200 kcal sein
  • Besser weniger
  • Noch besser gar nichts bewusst weglassen
  • Am besten gleich mit dem Selbstliebeprogramm starten

Wenn du schonmal ein neues Tier eingewöhnt hast, dann weißt du, dass das viele Tage etliche Stunden Zeit bedeutet. Genauso ist es mit deinem Körperwesen. Du musst dich darum kümmern.

Abnehmen ist ein 100% Job

Du brauchst Zeit dafür und deine ganze Aufmerksamkeit. 

Man kann keinen Job gut machen, wenn man denkt, das mache ich noch so nebenbei am Abend, wenn man eigentlich schon KO ist.

Nehmen wir als Beispiel zuerst eine Situation in der du weniger isst:

Du beschließt, abends keine Schokolade mehr zu essen

Dein Körperwesen ist es aber gewöhnt, dass diese Kalorienmenge kommt, diese Nährstoffe, der Zucker, die Schokolade, die zu einer Hormonausschüttung führt, die zufrieden macht. Tja, und jetzt kommt das alles nicht.

Das Körperwesen spürt, da fehlt was. Das kann es dir nicht mit Gedanken oder Worten mitteilen. Deswegen  macht es dich unruhig. Nach einer Weile gereizt.

Du kannst jetzt denken: „Blödes Körperwesen, mach mir keinen Strich durch die Rechnung. Stelle dich nicht so an! Es passiert nichts Schlimmes. Ich habe genug Gesundes gegessen. Ich brauche die Schokolade nicht.“

Das Körperwesen hört das nicht. Es spürt nur weiterhin das Bedürfnis nach dem Vertrauten und macht dich noch nervöser.

Ablenken funktioniert eine Weile, solange du etwas machst, was sich richtig gut anfühlt. Aber sobald diese Gefühle abflachen, kommt das Körperwesen wieder und will dir melden: „Ich will das Vertraute, ich kriege langsam Panik. Kommt eine Hungersnot? Werde ich sterben?“

Aber da es nicht mit Worten mit dir sprechen kann, fühlst dich nur furchtbar und denkst immerfort an die Schokolade.

Also was tun?

Eine liebevolle Art abzunehmen

Nimm dich in den Arm!

Ja, du hast richtig gelesen. 

Lege beide Hände auf die Oberarme und streiche fest aber liebevoll darüber. Mach das eine Minute. 

Streiche ebenso über deine Schultern. Vielleicht auch über den Nacken und deine Wangen.

Schließe dabei die Augen.

Geh mit der Aufmerksamkeit in deine Oberarme, Schultern, in deinen Nacken und nimm von dort aus wahr: Da sind zwei Hände, die mich halten, die mich berühren.

Atmest du auf?

Vielleicht geht es dir jetzt schon besser.

Spürst du, dass es noch mehr Körperteile gibt, die auf diese Art berührt werden wollen?

Vielleicht tauchen Gefühle auf, die dir seltsam vorkommen. Du wirst traurig oder wütend.

Berührungen sind jetzt das Wichtigste.

Und freundliche Worte. Nicht weil das Körperwesen diese Worte verstehen könnte, nein, weil du dann in eine liebevolle, gütige Stimmung dir selbst gegenüber kommst.

Sag dir: „Ich habe es so, so schwer. Ich leide gerade. Es ist echt hart, weniger zu essen.“

Oder: „Was muss ich da gerade aushalten. Es ist echt schwer.“

Sag nicht: „Das schaffe ich, ich bin stark.“ Damit übersiehst du das Körperwesen. Es wäre nur eine andere Form von „Stell dich nicht so an“.

So kannst du den Abend gut überstehen, wenn du nicht zu viele Kalorien weggelassen hast. 

Diese Selbstliebe musst du dir wahrscheinlich den ganzen Abend schenken. 

Natürlich kannst du nicht die ganze Zeit deinen Körper ausstreichen. Es gibt weitere Methoden, sich Selbstliebe zuzuwenden. Dazu komme ich gleich.

Berührungen helfen beim Abnehmen

Berührungen sind meiner Erfahrung nach das wichtigste

Warum?

Da das Körperwesen aus Gefühlen und Körperempfinden besteht, reagiert es am besten auf Gefühle und Körperempfindungen.

Da Gefühle aber erst nach den Körperempfindungen entstehen, ist die Basis der Körper, von dem alles ausgeht.

Berührungen von anderen helfen in solchen Momenten aber nicht. Du musst es selbst tun.

Wenn es dir schwer fällt, die Arme selbst zu ausstreichen, dann beginne mit den Füßen, das wirkt auch sehr gut.

Falls es gar nicht geht (das gibt es), dann zwinge dich nicht dazu. Mache nur Übungen, die leicht gehen. 

Was du noch für dich tun kannst

  • Ruhe
  • Meditation
  • Fantasiereisen
  • Morgenseiten schreiben
  • Tagebuch schreiben
  • Kritzelbilder vom Körpergefühl malen  
  • Mandala malen, aus Steinen legen …
  • Atemübungen

Es muss eine Stimmung entstehen, in der dein Körperwesen merkt, dass du da bist, dich kümmerst und liebevoll bist.

 

Körperschema und Identität

Die eigene Körper-Geschichte verstehen lernen

Während du dich dir zuwendest, können Erinnerungen auftauchen an Situationen, in denen du dich nicht sicher gefühlt hast, allein warst oder andere Menschen kein Verständnis für dich hatten. Diese Situationen haben sehr wahrscheinlich gar nichts mir Essen zu tun.

Wenn sehr viele Erinnerungen auftauchen mit denen du nicht zurecht kommst, suche dir Hilfe. Dafür sind Therapeuten da 😉

Wenn viele diffuse Gefühle auftauchen, dann brauchst du auch Hilfe, um herauszufinden, um was es eigentlich geht.

Diese früheren Situationen (sie können lange oder weniger lange her sein) brauchen Beachtung. Sie wegzuschieben bringt dich nicht weiter. Sie werden wieder kommen.

Es gibt ja einen Grund, warum du eine zeitlang oder lange Zeit zu viel gegessen hast. Das sind Enttäuschungen, schwere Zeiten, Verletzungen, die noch nicht verheilt sind.

In psychosomatischen Kliniken gibt es deswegen therapeutische Angebote, um genau diese auftauchenden Gefühle besprechen zu können. Meist reicht die Zeit in der Klinik aber nicht aus, um zu lernen, wie man sich selber in Arm nimmt.

Sport und Fitness helfen hier langfristig gar nicht.

Berührungen von anderen auch nicht.

Was ist wichtig fürs Abnehmen?

  • Lerne die Signale deines Körperwesen kennen 
  • Wie kannst du sie wahrnehmen?
  • Wie sollst du darauf reagieren?

Mein Beispiel hier ist sehr allgemein. 

Es kann sein, dass du noch mehr Körperübungen brauchst, um dein inneres Körperwesen zu beruhigen. Mit einer erfahrenden Körpertherapeutin kannst du Übungen herausarbeiten, die genau zu dir und deiner (Essens)Geschichte passen.

Aber du kannst auch gleich damit beginnen und dir ein riesiges Geschenk machen:

Schenke deinem Körperwesen Aufmerksamkeit. 

Wenn du abnehmen willst: Jeden Tag eine halbe Stunde. Vielleicht brauchst du sogar mehr. Das ist gar nicht so selten.

Hier auf meiner Seite findest du viele Übungen, auch Audios und Videoanleitungen, die du ausprobieren kannst.

Übrigens:

Sich in die Badewanne zu legen oder ein Pflegeprogramm zu machen, funktioniert nicht. Es ist eine andere Art der Selbstliebe, die dein Körperwesen braucht. 

Dein Körperwesen braucht eine Zeit, in der du deinen Inneren Raum spürst, sodass es zu dir sprechen kann.

Du lauschst auf die Gefühle, lässt sie zu und kümmerst dich liebevoll um alles, was auftaucht.

Was du nicht tun musst, um abzunehmen

  • Zwinge dir keine Diät auf, verlange von dir nicht, Regeln einzuhalten
  • Du brauchst keine Kalorien zu zählen, sie auch nicht zu reduzieren, du musst dich nur um dich kümmern

Dann wirst du bald spüren, was du essen musst, ohne darüber nachzudenken.

Dein Körper meldet dir, wenn er Vitamine braucht. Er meldet dir sogar ganz genau welche Vitamine ihm fehlen. Du wirst dann entweder Salat oder Paprika oder Obst essen wollen.

Er weiß auch, wann dir Eiweiß fehlt oder Fett. Du kannst lernen, alle diese Signale zuzulassen und auch zu spüren. 

Dann fällt es leicht, das Richtige und auch die für dich richtige Menge zu essen.

Er meldet dir dann nicht mehr unentwegt, dass er dauernd Zucker oder Fettes essen will. Das sind nur Alarmzeichen an dich, weil die Selbstliebe fehlt.

  • Kein Körper will dick sein
  • Kein Körper will nur auf dem Sofa liegen
  • Kein Körper will nur arbeiten
  • Kein Körper will nur faul sein

Das alles sind Erscheinungen, die auftreten, wenn du nicht in Harmonie mit deinem Körper lebst und dein Körperwesen leidet.

Je mehr du deinen Körper spüren kannst, desto eher wird sich dein Gewicht von ganz allein regulieren. Und du wirst innerlich so stark und ausgeglichen, dass du dich auch nicht mehr mit Essen vollstopfst.

Es geht also niemals „nur“ ums Essen, auch nicht ums „richtige Essen“.

Es geht immer um dein Körperwesen, also um deine innere Einheit von Körperempfindungen und Gefühlen.

Fantasiereise zu deiner kostbaren Mitte

Dein innerstes Ich, deine kostbare Mitte, das Zentrum deines Seins. Egal, wie du es nennst, hier bist du ganz bei dir und in die zuhause.

Hier findest du auch den Kontakt zu deinem inneren Körperwesen.

Wege zu einem harmonischen Körpergefühl

Online-Seminar

Wenn du deinen Körper schon ganz gut kennst und dich recht wohl mit ihm fühlst, dir aber ein Körperteil immer noch zu schaffen macht, weil es nicht so aussieht, wie du es gerne hättest. Dann ist mein Online-Seminar sehr gut geeignet. 

KörperReich-Test

Weitere Übungen

Oder stöbere in den Blogartikeln, dort findest du viele Körperübungen.

Besonders empfehle ich die Kritzelübung als Einstieg.

Aber auch meine Sach- und Fachbücher.

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